German Bowl XXX – Kiel Baltic Hurricanes vs. Braunschweig Lions

Am Samstag war er also, der German Bowl XXX in Frankfurt am Main. Zu dritt machten wir uns auf den Weg in die Mainmetropole um die Entscheidung der deutschen Meisterschaft im American Football zu sehen.
Die Reise sollte ursprünglich um halb zwölf losgehen, aber da ausgerechnet unser Fahrer nach einer langen Nacht verschlafen hatte, verzögerte sich unsere Abfahrt um eine gute Stunde. Eigentlich hätte die Verspätung kein Problem dargestellt, eigentlich…

Die Fahrt verlief auf dem ersten Teil der Strecke sehr gut und zügig, mit alten Rockklassikern wurde die ausgelassene Stimmung mehr und mehr angeheizt. Irgendwo in der Pampa sammelten wir dann noch eine freundliche Anhaltern auf, die selber auch in Richtung Frankfurt wollte, an dieser Stelle einen netten Gruß nach Köln.

Die Autobahnschilder verkündeten bereits das es „nur“ noch 100km bis nach Mainhattan waren und dann – STAU!!! Eine interessante Frage mal, warum schaffen es Deutsche nicht sich vernünftig einzufädeln? Warum entsteht ein 15km langer Stau, nur weil es von drei Spuren auf zwei geht? Ich versteh es nicht…
Naja, wie auch immer, die Zeit tickte und wir saßen fest, so kamen wir dann erst mitte des 2.Viertels am Frankfurter Waldstadion an. Shit happens!

Aber immerhin haben wir nicht sooo viel verpasst, es stand gerade 7:7 als wir unsere Plätze auf der, gut besuchten, Gegentribüne einnahmen. Etwa 16.000 Zuschauer hatten sich zu diesem Spiel im Stadion eingefunden, eine anständige Zahl wie ich finde. Stimmungsmäßig war der Außenseiter aus Kiel in meinen Augen lauter, was aber auch an den vielen „neutralen“ Zuschauern lag, die sich auf die Seite der Ostseestädter geschlagen haben und hofften das den Lions aus Braunschweig endlich mal wieder jemand ein Bein stellen kann. Nur leider konnten die Kieler ihre vielen Möglichkeiten nie wirklich nutzen, zuviele unnötige Turnovers in aussichtsreichen Situationen verhinderten eine Überraschung und so stand es am Ende des Spiels, nicht unverdient, 20:14 für Braunschweig, die mit diesem Sieg nun alleiniger Rekordmeister (7mal) sind.

Die Rückfahrt verlief dann relativ ereignislos und nach nur 1 1/2 Stunden waren wir wieder wohlbehalten in der Heimat und ließen diesen schönen und stimmungsreichen Tag ruhig ausklingen.


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