Mittwoch:
Endlich ging es los, gegen 12 Uhr traf ich mich mit meinem Mitfahrer um die nächsten Tage die Eifel
zu rocken. Mit jeder Menge geiler Mucke und guter Laune im Gepäck ging es zum Ring. Unterwegs dann
allerdings der erste Dämpfer, Anruf der ersten Gruppe, die bereits früh morgens gefahren war: “Die
D-Plätze am B-Eingang sind schon alle dicht, wir fahren jetzt zu D9, der macht aber erst morgen um 7
Uhr auf!”, fein…
Wir kamen dann gegen 14 Uhr in Nürburg an und… kein Stau, wow! Also ab zu D9 und die anderen
getroffen, da der Platz tatsächlich erst am nächsten Morgen seine Pforten öffnen sollte, verbrachten
wir die Zeit auf einer kleinen Seitenstraße mit vielen anderen Partylustigen. Der Abend bzw. die
Nacht verlief sehr fröhlich und mit jeder Menge Alkohol, anders konnte man diese kalte Nebelwand
auch nicht ertragen. Der ein oder andere hatte wohl eine Dose zuviel und so öffnete sich immer mal
wieder eine Autotür um den Mageninhalt oral zu entsorgen, jam jam.
Donnerstag:
Nach einer anstrengenden und kurzen Nacht im Auto reihten wir uns dann weit vorne in die Schlange
vor D9 ein und konnten so einen sehr geilen Platz zum campen ergattern. Also alle zehn Zelte und
Pavillons aufgebaut und dann erstmal die Ringatmosphäre genießen… unbezahlbar!
Allerdings machte mein Magen direkt zicken und so durfte ich die letzten Tage am Ring auf Tabletten
und ohne Alk verbringen, was mich als “Alkmuffel” allerdings jetzt nicht sonderlich kratzte.
Freitag:
Der erste offizielle Ring-Tag und es sollte der geilste werden. Los ging es für mich mit Gavin
Rossdale, der eine solide Show zeigte und mir mit “Swallowed” ein lächeln auf’s Gesicht zauberte.
Danach kamen The Streets, die ich eigentlich gar nicht sehen wollte, aber am Ende doch froh drüber
war, einfach sehr geile Musik. Serj Tankian dagegen konnte mich Solo nicht wirklich überzeugen, da
hör ich doch lieber System of a Down. Weiter ging es mit Incubus, bei denen ich wirklich eine Menge
Spaß hatte, eine Band die ich früher eigentlich kaum ausstehen konnte und nun eins meiner absoluten
Ring-Highlights. Doch der absolute Höhepunkt des Wochenendes war eine ganz bestimmte Band… wer?
“WE ARE RAGE AGAINST THE MACHINE FROM LOS ANGELES, CALIFORNIA!”, wie lange hab ich auf diesen Tag gewartet? Eine Hammershow, eine riesengeile Masse vor der Centerstage und schmerzende Knochen am
Ende des Konzerts. Eine Show die ich nie vergessen werde, genial!
Der Abend wurde dann mit The Prodigy ausgeklingt, also nochmal die schmerzenden Füße zum tanzen
animiert und danach kaputt, aber glücklich auf den Campingplatz.
Samstag:
Nachdem ich mich am Vortag extrem ausgepowert habe, wollte ich es heute ruhig angehen lassen. Mein
Tag fing mit Alter Bridge vor der Centerstage an, die mich live leider nicht sonderlich überzeugen
konnten. Danach wechselte ich rüber zur Alternastage, wo ich auf Kate Nash wartete, vorher lief
allerdings noch Hot Chip, die ich wirklich unterirdisch fand… aber gut.. Kate machte das wieder
gut und legte ein klasse Konzert hin. Einfach zum drücken die Kleine!
Danach folgten noch Madsen und die Stereophonics die ich im liegen verfolgte, sehr feine Mucke und
gute Stimmung im Publikum.
In der Umbauphase vor den Manic Street Preachers machte ich mich dann doch mal auf den Weg um ein
paar meiner Leute zu finden und wurde fündig. Da diese The Offspring und Metallica sehen wollten,
schloss ich mich einfach an und so verbrachten wir den restlichen Tag im hinteren Teil der
Centercrowd. Eigentlich wollte ich noch Against Me! und The Verve sehen, aber mein Körper wollte
nicht mehr so recht und so zogen wir zurück zum Zelt.
Sonntag:
Der letzte Tag. Während einige in der Gruppe bereits Mittags abreisten, machte sich der Rest auf zum
Gelände um die Lostprophets zu sehen. 2004 waren diese wesentlich besser, sind ganz schöne Pussys
geworden, aber nunja, schlecht war’s auch diesmal nicht. Simple Plan überraschten mich dagegen
etwas, haben doch ganz gut Stimmung gemacht. Genauso wie Kid Rock, der Megaprolet aus den USA zeigte seiner Entertainerkünste und begeisterte das Publikum, u.a. mit dem grandiosen Song “Sweet Home Alabama”, sehr fein zum mitsingen.
Danach war dann Party angesagt, Fettes Brot und die Sportfreunde Stiller stimmten für das anstehende
Länderspiel ein und machten ihren Job klasse, super Stimmung vor der Bühne. Zum Spiel brauch ich wohl nicht viele Worte verlieren, sauberes 2:0, eigentlich nie wirklich gefährdet und völlig verdient. Stimmung für die Hosen war also perfekt, aber wir sahen sie uns nicht an und entschieden uns dann doch schon früher gen Heimat zu fahren… tja, seit 2003 fahr ich zum Ring, dreimal waren die Hosen da und ich sah sie mir nie an… manche werden mich für verrückt erklären, hehe. Gegen 1 Uhr nachts waren wir dann wieder in good old Schwelm und nach einer ausgiebigen Dusche wartete ein weiches Bett auf mich. Rock am Ring 2008? Wieder eine geile Sache. Bis nächstes Jahr in der Eifel!